06.02.00 |
Lost Highway
USA 1997 (134min) | Übersicht
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Fred Madison, ein Berufsmusiker, findet jeden Morgen ein neues Videotape vor seiner Haustür, das in der Nacht zuvor von einem fremden Eindringling in Freds Haus aufgenommen wurde.Schliesslich bekommen die Aufnahmen prophetischen Charakter; sie zeigen Fred, wie er seine Frau Renee umbringt. Renee wird tatsächlich tot aufgefunden, Fred kann sich an den Mord nicht erinnern, die Grenzen zwischen Realität und Illusion lösen sich auf. Fred wird festgenommen und eingesperrt - doch in der Nacht vor seiner Hinrichtung verwandelt er sich unter ausgesprochen surrealen Umständen in einen anderen jungen Mann, der ein Blackout über diese Nacht zu haben scheint.Der junge Mann wird freigelassen (er ist ja schliesslich nicht Fred) und versucht zu erkennen, was in dieser Nacht passiert sein könnte... Lynch spannt 2 Erzählfäden, die am Ende zusammenfinden, sich aber gleichzeitig jeder logischen Erklärung verweigern. So lernt der junge Mann aus dem zweiten Erzählstrang eine Frau kennen, die ebenso wie Renee aus Erzählstrang 1 von Patricia Arquette gespielt wird.Erinnerungen an seltsame Ereignisse bestürmen sowohl Fred als auch den anderen jungen Mann. Auch die übrigen Personen tauchen in beiden Erzählsträngen auf... Da dieser Monat die Frage beleuchtet "was ist Realität", kommen wir natürlich nicht um David Lynch (Wild at Heart, Blue Velvet, Eraserhead, Twin Peaks etc.)herum. "Lost Highway" ist ein brilliantes Spiel mit Realitäten, ohne daß Lynch dem Zuschauer Lösungen bringt, die die Widersprüche auflösen könnten. Wer ihn schon kennt, sollte ihn nochmal sehen, um sich die vielen Dataillösungen anzugucken, und wer ihn noch nicht kennt, wird nach dem Kinobesuch noch etwas grübeln dürfen... |