Progamm - retrospektiv

30.01.00

Wer Gewalt sät
USA 1971 (118min)
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IMDb :
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R: Sam Peckinpah
D: Dustin Hoffman, Susan George, Peter Vaughan

Sam Peckinpah lässts mal wieder gewaltig krachen: Er erzählt die Geschichte eines jungen Paares, beide gebildet und kultiviert, die sich am Arsch der Welt mit einer Horde strunzdummer Hinterwäldler auseinandersetzen müssen. Peckinpah zeichnet beeindruckend genau die kleinen Machtkämpfe zwischen beiden Parteien, die der Eskalation vorhergehen. Was macht man mit gewaltbereiten Arschlöchern, bei denen weder Diskussion noch Kompromissbereitschaft fruchten " Richtig, volle Breitseite in die Schnauze! Bis es soweit ist, muss Dustin Hoffmann als überzeugter Pazifist natürlich einen Reifeprozess durchmachen...

Es gibt wenige Filme, die derart beklemmend die Atmosphäre in einem Ort stupider Borniertheit und dahinterliegender Gewaltbereitschaft nachvollziehbar machen. Peckinpah zeigt die Mechanismen, die aus Aussenseitern Sündenböcke machen (nicht nur das Ehepaar ist davon betroffen, sondern auch der "Dorfidiot"). Bei aller Gewaltdarstellung ist "Wer Gewalt sät" ein absolut moralischer Film, der über Grenzsituationen nachdenkt. Wer heute abend kommt, darf sich zumindest auf eine emotionale Achterbahnfahrt gefasst machen...