Progamm - retrospektiv

08.03.09

Das Heimweh des Walerjan Wróbel
D 1992 (DF, 16mm, 94min)
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R: R. Schübel
D: Artur Piontek, Peter Striebeck, Michael Gwisdek
Beginn 20:45 Uhr

Das Heimweh des Walerjan Wróbel Im Jahre 1939 wird der 16-jährige Walerjan Wróbel aus dem besetzten Polen zur Zwangsarbeit nach Deutschland gebracht. 'Pranca' heißt auf polnisch Arbeit. Das und ein zweites Wort gibt der Vater Walerjan mit auf den Weg: "Jawohl!" Wenn er gut arbeite und immer höflich sei, werde es schon nicht so schlimm werden, tröstet er ihn. Auf der endlosen Fahrt nach Deutschland bekommt Walerjan ein Geschenk, das ihn später sein Leben kosten wird: eine Schachtel Streichhölzer. Walerjan wird Hilfsarbeiter auf einem Hof bei Bremen und der schmächtige Junge muss harte Arbeit leisten...

"Keiner der Deutschen, denen Walerjan auf all diesen Stationen begegnet, hat persönlich viel gegen ihn. Aber für ihn haben die meisten auch nichts - und das ist das Schreckliche. Walerjan Wróbel hat wirklich gelebt. Die Dokumente über seinen 'Fall' gehören zu den wenigen dieser Art, die bei Kriegsende nicht vernichtet wurden. Vielleicht schien die Geschichte zu klein und unbedeutend, um sie zu vertuschen. Für uns war sie wichtig genug, um einen Film daraus zu machen." (Rolf Schübel, Hermann Kirchmann)