Progamm - retrospektiv

02.07.04

GeBorgte Identität, Vortrag
Deutschland 2003
Übersicht
(zurück zur Übersicht)
IMDb :
(mehr externe Filminfos)
R: Andrea zu Nieden
B: GeGorgte Identität
Beginn 20:00 Uhr

Unendliche Weiten... Diesen Satz kennen alle, die das nachmittägliche Ritual lieben, sich von der heimischen Röhre dorthin beamen zu lassen, wo alles anders scheint. Doch, und das wissen sie insgeheim, dort draußen findet sich nichts, was nicht als Fortschreibung des Jetzt die aktuellen individuellen Ängste und gesellschaftlichen Befindlichkeiten reproduziert. Im Vortrag wird Andrea zur Nieden in ideologiekritischer Weise versuchen, Star Trek, die weltweit erfolgreichsten Science-Fiction-Fernsehserie, als kulturindustriellen Versuch der Selbstversicherung des technisierten Subjekts zu interpretieren. In Star Trek ist spätestens seit der "Next Generation" die Krankenstation ein medizinisches High-Tech-Labor, in dem Körper und Geist bis in kleinste Bestandteile ("genetische" und "digitale" Information) sichtbar gemacht, analysiert und reprogrammiert werden können. Trotzdem gilt "der Mensch" als etwas Einzigartiges, das von Maschinen und (Cy)borg zu unterscheiden sei. Wie das funktioniert und was das alles mit unserer Gesellschaft zu tun hat, soll Schwerpunkt auf die Rolle der Genetik in Star Trek erläutert werden.
Andrea zur Nieden ist Autorin des Buches: geBorgte Identität. Star Trek als kulturindustrielle Selbstversicherung des technisierten Subjekts. 2003 im ça ira- Verlag erschienen

Anschliessend zeigen wir, passend zum Thema, den Spielfilm "Star Trek: Nemesis", USA 2003, R.: Stuart Baird