04.04.04 |
Die Amerikanische Nacht
Frankreich 1973 (16mm, 115min) | Übersicht
(zurück zur Übersicht) IMDb : (mehr externe Filminfos) |
| R: Francois Truffaut B: Jean-Louis Richard D: Jacqueline Bisset, Valentina Cortese, Nathalie Baye, François Truffaut, Jean Pierre Aumont, Jean Pierre Léaud, Alexandra Stewart |
In Nizza wird der Film "Je vous présente Paméla" gedreht, die Geschichte eines jungen Mannes, dessen Vater ihm die gerade angetraute Frau entführt. Technisch organisatorische Schwierigkeiten beim Drehen, menschliche Verwicklungen bei Stab und Besetzung sowie inszenatorische Probleme des Regisseurs verzögern die Fertigstellung des Films. Truffaut setzt sich in seinem Film über das Filmemachen vor allem mit dem Verhältniss von Realität und Fiktion im Film, sowie den technischen und kommerziellen Schwierigkeiten des Filmemachens auseinander. Der Titel des Films ist dabei Programm. Mit dem Fachausdruck "nuit americaine" bezeichnen die Franzosen eine Filmszene, die bei Tageslicht gedreht wird, mit speziellen Kamerafiltern aber so belichtet wird, dass sie wie eine Aufnahme bei Nacht aussieht. Die Auseinandersetzung mit den kommerziellen Produktionsbedingungen gestaltet sich u.a. durch die Widerspiegelung von Truffauts eigenen Erfahrungen mit amerikanischen Produzenten. So lässt er den Produktionsleiter sagen: "Die Amerikaner sind glücklicherweise grosszügiger als die Franzosen. Sie teilen das Risiko mit uns. Aber wenn was passiert, dann stehen wir garantiert aleine da. " "Der vielleicht schönste Film über das Filmemachen." (Spielfilmliste 2002) "Die amerikanische Nacht" den Schauspielern Dorothy und Llian Gish gewidmet, wurde überall mit enthusiastischen Kritiken bedacht und war Truffauts grösster Puplikumserfolg seit "Jules und Jim". Er erhielt u.a. den New York Film Critic Award, den Oskar als "Bester fremdsprachiger Film" und im darauffolgenden Jahr drei weitere Nominierungen für Regie, Orginal Drehbuch und Nebendarstellerin (Valentina Cortese)." (Das grosse Filmlexikon (TV Spielfilm)) "Eine auf den ersten Blick leichtgewichtige, tatsächlich jedoch mit grosser stilistischer Virtusität gestaltete Liebeserklärung an das Filmemachen und an die Welt des Kinos, wobei die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit zuweilen verwischen." (Lexikon des internationalen Films) |