Progamm - retrospektiv

23.06.02

Out of the Blue - Explodierende Träume
Ca 1980 (16mm, 93min)
Übersicht
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IMDb :
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R: Dennis Hopper
B: Gary Jules Jouvenat, Brenda Niel
D: Linda Manz, Dennis Hopper, Sharon Farrell, Don Gordon, Raymond Burr

My my, hey hey / Rock and roll is here to stay ... CeBe ist 14, als ihr alter Herr wieder aus dem Gefängnis rauskommt. Er hat vor 5 Jahren angesoffen und mit CeBe auf dem Beifahrersitz seinen Laster in einen Schulbus gefahren; dabei sind ein paar Kinder umgekommen. Irgendwie freut CeBe sich auf ihren Vater, irgendwie auch nicht. Ihre Mutter geht gar nicht, Hippie und Junkie, arbeitet als Bedienung und macht mit zwei Typen gleichzeitig rum, labert Scheiße in einer Tour: wenn Frauwerden so aussieht, dann lieber nicht. CeBe zieht sich solche Klamotten gar nicht erst an: Haare schön kurz und Elvis auf dem Kassettenrekorder hören. Elvis ist geil, Elvis ist the King. Aber jetzt ist Elvis tot. It's better to burn out / Than to fade away / My my, hey hey. / Out of the blue / and into the black / They give you this, but you pay for that / And once you're gone, / you can never come back / When you're out of the blue / and into the black. "Wenn Dein Vater wieder zuhause ist, werden wir wieder eine glückliche kleine Familie", meint die Alte. Aber kaum ist er da, wird es nur noch schlimmer; seine Vergangenheit sucht ihn heim, nichts glückt, er säuft immer mehr, ständig ist Krach. CeBe hat nur noch drei Rückzugsgebiete: ihr Zimmer, ihre Elviskassetten und einen Punkschuppen in Vancouver. Die Alte hat Angst, daß CeBe eine Lesbe werden könnte; Vattern nimmt das in die Hand, besoffen zusammen mit ein paar ebenfalls besoffenen Kumpanen. Und jetzt ist selbst CeBes Zimmer keine sichere Burg mehr... Aber CeBe ist kein "Mädchen", sie kann sich wehren und ihr Motto ist schon lange: "Kill all hippies"...
Der Film geht an die Nieren. Dennis Hopper, der erst nur den Vater spielte, aber dann nach und nach selbst Regie und Drehbuch übernahm, sagt, er habe in dem Film mit seinem eigenen wahnwitzigen Drogenkonsum, seinem seit "Easy Rider" glorifizierten Hippietum und seinem Versagen als Vater abrechnen wollen -- letztlich ein vollkommen nihilistischer "no future" Abgesang auf die Gegenkultur der sechziger Jahre. "The king is gone / but he's not forgotten / This is the story / of a Johnny Rotten / It's better to burn out / than it is to rust / The king is gone / but he's not forgotten. / Hey hey, my my / Rock and roll can never die / There's more to the picture / Than meets the eye. / Hey hey, my my. Neil Young, "My My, Hey Hey (Out Of The Blue)"